Dies ist die Hompage des Lauftreff-TSV-Metzkausen. Wir sind leidenschaftliche Läufer bzw. Walker und möchten unsere Erfahrungen mit anderen Läufern teilen,  auf die schönsten Internetseiten hinweisen und von eigenen Erfahrungen  berichten.
         

 

 
  Medizin
                  Infekte der

Atemwege

Ich bin oft angesprochen worden, was man als Läufer gegen Erkältungskrankheiten machen kann. Der   folgende Beitrag von Dr. Ernst Jakob,   den ich in   "Der Fußball Trainer Nr.8 August 1998" gefunden habe, trifft auch auf uns Läufer zu.  

(* Anmerkungen von mir)                Dieter-K. Schloßhan

   
 

Ein Beitrag von Dr. Ernst Jakob
Der banale Infekt oder die Erkältungskrankheit oder auch der "grippale" Infekt ist eine infektiöse, katarrhatische Entzündung der oberen und unteren Luftwege. Meistens handelt es sich um durch Viren verursachte Infekte, wobei beim Erwachsenen in mehr als 50 Prozent der Fälle Reno-Viren ursächlich sind. In 30 bis 40 Prozent der Fälle aber wird der Erreger nicht gefunden.

Der erwachsene Mensch erkrankt durchschnittlich zwei bis vier Mal pro Jahr. Bei Infekten, die nicht in wenigen Tagen ausheilen oder sich nach kurzer Besserung wiederholen, muß an bakterielle Erreger gedacht werden. Jetzt ist die Erregerdiagnostik durch Abstrich und Blutuntersuchung wichtig, um eine gezielte antibiotische Therapie vornehmen zu können. Es sollte also unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Manchmal ist der banale Infekt beim Heranwachsenden oder jungen Erwachsenen durch primäre nicht "respiratorische Viren" verursacht, zum Beispiel durch Mumps-, Masern-, Röteln- oder Windpockenviren.
Eigentlich sind es Erreger von Kinderkrankheiten, die jedoch im Kindesalter nicht durchgemacht wurden und so im Erwachsenenalter zu Erkrankungen führen. Durch Bestimmung der Antikörpertiter im Blut kann festgestellt werden, ob ein Abwehrschutz gegen diese Erreger besteht, oder durch Impfung der Schutz hergestellt werden muß.

 

Sport und Infekte

Abb.1 Das Infektrisiko durch Sport wird als J-Kurve dargestellt. Dies bedeutet, daß der mäßig Sporttreibende das geringste Risiko hat, an einem Infekt zu erkranken, weil er durch den Sport sein Abwehrsystem (Immunsystem) kräftigt. Der Nicht-Sporttreibende hat ein erhöhtes Risiko für Infekterkrankungen, der Leistungssportler hat ein vergleichbar sehr hohes Risiko (Abb.1). Immer aber kommt es nach Belastung zu einer vorübergehenden Schwäche des Immunsystems. Unter Ausdauerbelastungen, zu welchen auch das Fußballspiel zählt, kommt es mit Dauer und Intensität zunehmend zur Mundatmung. Die Schleimhaut der Atemwege trocknet aus, wird dadurch verletzbar und ist anfällig für Krankheitserreger (Viren, Bakterien). Das Einatmen kalter Luft im Winter verschlimmert die Situation zusätzlich. Ein weiterer Aspekt ist, daß nach körperlicher Belastung das Immunsystem vorübergehend geschwächt ist. Der menschliche Organismus ist jetzt anfällig, insbesondere wenn sich der Sportler unvernünftig verhält, zum Beispiel in verschmitzter Sportkleidung herumsteht und vielleicht sogar friert. So kann der Fußballspieler (*Läufer) ein erhöhtes Infektrisiko haben, wenn er sich unvernünftig verhält.
Die Trainingskleidung ist der Witterung anzupassen. Nach Beendigung von Training oder Wettkampf hat der Spieler verschwitzte Sportkleidung sofort zu wechseln. Das Auslaufen geschieht mit frischem, trockenem Sportdress. Nach dem Duschen soll er nicht mit nassen Haaren nach draußen gehen, sondern sie zuvor trocken fönen. Damit während des Trainings oder Spiels die Schleimhäute nicht austrocknen, hat immer ein Getränk bereit zu stehen.

(*stehen wir Läufer nicht regelmäßig mit verschwitzer Sportkleidung herum und ziehen uns erst um wenn wir nach dem Laufen mit dem Auto Zuhause angekommen sind?)

 

Verhaltensmaßnahmen bei Infekten

Mit einem Infekt, im besonderen fieberhaften Infekt, sollte nicht trainiert oder (*gelaufen) gespielt werden. Es können sich gefährliche Folgeerkrankungen entwickeln, die zu einer Entzündung des Herzmuskels oder der Herzklappen oder auch der Nieren führen können. Erst nach vollständiger Ausheilung soll mit dem Sport wieder begonnen werden. In Tabelle 1. sind die Vorgehensweisen detaillierter zusammengefaßt.
Erkältete Fußballspieler (*Läufer) sollten das Mannschaftstraining bis zu ihrer Genesung möglichst meiden, denn es besteht Ansteckungsgefahr durch Anhusten der Mitspieler auf dem Sportplatz und in der Umkleidekabine.

A) Bei leichtem Infekt ohne Allgemeinsymptomatik, wenn lediglich ein kitzelndes Gefühl in Nase und Rachen sowie eine Vermehrung der Nasensekretion vorliegt, sind Trainingsumfang und -intensität zurückzunehmen, eventuell wird in einer Halle nur ein Krafttraining durchgeführt, es wird verstärkt dehnende Gymnastik betrieben.

B) Liegt ein Infekt mit Allgemeinsymptomatik (Fieber, Lymphknotenschwellungen, Muskelschmerzen, Müdigkeit) vor, muß das Training bis zum vollständigen Abklingen der Symptomatik eingestellt werden, manchmal über einen Zeitraum von einer bis drei Wochen. Erlaubt werden nach zwei bis vier fieberfreien Tagen leichtere Belastungen des Herz-Kreislaufsystems (Fahren auf dem Ergometer oder bei geeigneter Witterung auch joggen über zirka 20 Minuten mit geringer Intensität), dazu soll regelmäßig dehnende Gymnastik durchgeführt werden

 
 

ab.1: Trainingsanweisung bei Infekterkrankung

Vorbeugung

Bei Spielern muß der Infektprophylaxe große Bedeutung beigemessen werden. Durch häufige Infekte wird die Leistungsfähigkeit des Sportlers reduziert, die Mannschaft wird geschwächt. Folgende Punkte sollen bezüglich der Prävention Berücksichtigung finden:
Überforderungen im Training sind zu meiden, da das Immunsystem dadurch auch in Mitleidenschaft gezogen wird.

  • Es ist auf regelmäßigen und ausreichenden Schlaf zu achten.
  • Sport- und witterungsgerechte Kleidung soll insbesondere im Training getragen werden.
  • Auf hygienische Verhältnisse, gerade in den Umkleidekabinen, ist zu achten.
  • Die Ernährung muß vollwertig sein.
  • Kontakt mit Erkrankten ist zu meiden, erkrankte Spieler sollen sich nicht in Gemeinschaftsräumen des Fußballvereins aufhalten.
  • Positive Effekte regelmäßiger Saunabesuche sollten genutzt werden, gerade während der kalten Jahreszeit.
  • Bei Anfälligkeit sollte der Arzt wegen einer medikamentösen Infektprophylaxe (z.B. Immunmodulatoren) gefragt werden.
  • Bei jungen Sportlern ist eine Grippeschutzimpfung nicht zu empfehlen.

Diese Anweisungen gelten sowohl für jugendliche wie auch ältere Fußballspieler. Infekte der Atemwege können sicherlich nicht vermieden werden, der Fußballspieler (*Läufer) kann aber vieles tun, um häufige Infekterkrankungen zu vermeiden.

Dr. Jakob


(Aus Der Fußball Trainer Nr.8 August 1998
       

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